
Unser Vorgehen ist nun folgendes:
Wir wollen die Summe in ein Integral überführen.
Das dreidimensionale Integral über den
-Raum soll zu einem
eindimensionalen Integral über die Energie werden:
Zu Erinnerung notieren wir uns nochmals die mathematische Definition des Integrals:

x soll beliebig klein sein und die xi beliebig dicht liegen.
Analog gilt also:

Da es zwei Polarisationsrichtungen gibt, gilt:
Dies ist gerechtfertigt, weil beispielsweise für sichtbares Licht gilt:
Dann hat man also sehr feine Schritte.

Aufgrund der
-Funktion tragen nur die Werte von
in der Summe etwa
bei mit E = ![]()
k.

Somit folgt als Zwischenergebnis:

D(E) ist die sogenannte Zustandsdichte; bei n(E) handelt es sich um den schon definierten Bose-Faktor:
Wir müssen nun einfach den Ausdruck ausknorzen:
Die anschauliche Bedeutung ist ganz einfach. Es handelt sich um die
Zahl der Zustände (Moden, stehende Wellen), deren Energien im Intervall
liegen. Mathematisch gilt mit ![]()
k =
. c0 . k:
Wir schreiben dies um in ein dreidimensionales Integral über
:
Hier drängen sich dann Kugelkoordinaten auf:

Zur Erinnerung an die
-Funktion:

xi sind hierbei die Nullstellen von f(x). Die Nullstelle liegt bei k =
.
Es gibt aber nur dann Nullstellen, wenn gilt:
Somit folgt für die Zustandsdichte:

Dies ist die Zustandsdichte der Photonen im dreidimensionalen Vakuum. Die Heaviside-Funktion ist definiert durch:

Damit folgt für die innere Energie U des Lichtfeldes:

Oder mit E = h . f gilt für die innere Energie:

Oder mit U aus der Optik-Vorlesung gilt:


Hier haben wir Somit das Plancksche Strahlungsgesetz erhalten. Weitere Diskussionen (Rayleigh-Jeans, Wiensches Verschiebungsgesetz, Stefan-Boltzmann-Gesetz) siehe Optik-Vorlesung.