Wir schauen uns die Bewegungsgleichungen zweier Pendel der Masse
und Länge
an. Diese folgen aus den Newtonschen Gesetzen:


und
sind gesucht. Dies ist ein gekoppeltes System von
Differentialgleichungen. Es handelt sich um gekoppelte Pendel. Setze nun
,
,
und
. Damit erhalten wir dann folgendes
Differentialgleichungssystem:





Wir wollen dies entkoppeln mit einer konstanten regulären (2,2)-Matrix
wie
folgt:




|
|
|
|
Angenommen,
ist diagonalisierbar:
,
,
,
seien die Spalten von
.
![AC = CD = [Cc1e1,Cc2e2,...,Ccnen] = [c1c1,c2c2,...,cncn]](ma1456x.gif)
![AC = [Ac1,Ac2,...,Acn]](ma1457x.gif)


Suche Vektoren
,
, und Zahlen
mit
.
Jede Lösung von heißt Eigenvektor (EV) von zum Eigenwert . |
ist diagonalisierbar. ![]() besitzt linear unabhängige Eigenvektoren. |
“:
Die Spalten von
sind
linear unabhängige Eigenvektoren und die
Diagonalelemente sind die zugehörigen Eigenwerte.
“:
,
,
seinen die linear unabhängigen Eigenvektoren mit den
Eigenwerten
,
,
:
für
, 2,
,
|
Es sei |
|
|
Gegeben ist
. Gesucht sind
derart, daß das lineare Gleichungssystem
nichttriviale Lösungen hat.
|
|
Dies ist die sogenannte charakteristische Gleichung. |
|
![]() | (2.10) |
mit , , ![]() |


ist einziger Eigenwert der Vielfachheit
.

Damit ergibt sich also:

Das heißt, es gibt einen linear unabhängigen Eigenvektor. Die Matrix ist somit nicht diagonalisierbar, weil wir zur Diagonalisierung nämlich 5 Eigenvektoren benötigten.
Betrachten wir folgende Matrix:

Zuerst berechnen wir die Eigenwerte:

Diese Gleichung hat die einfache Lösung
und die zweifache Lösung
.
Hierzu bestimmen wir die Eigenvektoren:
:


Somit gibt es 2 linear unabhängige Eigenvektoren zu
:

:


Somit gibt es einen linear unabhängigen Eigenvektor zu
:

Wir haben nun 3 linear unabhängige Eigenvektoren. Folglich ist die Matrix
diagonalisierbar.

Eine reelle Matrix kann komplexe Eigenwerte haben.

Auch können dann die Eigenvektoren komplex sein:





ist Eigenvektor von
zu 

ist komplexer
Vektorraum. Er hat die Dimension
(geometrische Vielfachheit von
).
hat genau
Lösungen.

Hiervon sind
,
,
verschieden mit den Vielfachheiten.
,
,
,
sind die algebraischen Vielfachheiten, womit gilt:

Daraus ergibt sich also:
:

:

|
|
|
|
Man hat außerdem: Es gilt |
|
ist singulär. 
besitzt den Eigenwert 0.
ist regulär.
Alle Eigenwerte sind von Null verschieden.
|
Hat |
|

Unser Ziel ist:
Aus
muß auf
geschlossen werden. Wir führen eine
vollständige Induktion durch:
:

Dies ist trivial!
:


Mit der Induktionsvoraussetzung ergibt sich dann:

Hat die Matrix 
verschiedene Eigenwerte, so ist sie diagonalisierbar.
|
Die Matrix |
|
|
Es sei
|
|
|
|
Diagonalisiere die symmetrische Matrix
:
seien verschiedene
Eigenwerte.
| | | ![]() | |
( ) | ( ) | ( ) | ![]() | ( ) |
dim | dim | dim | ![]() | dim |
| Basis: | ||||
, , | , , ![]() | , , ![]() | ![]() | , , ![]() |
| SCHMIDTsches Orthonormalisierungsverfahren: | ||||
, , | , , ![]() | , , ![]() | ![]() | , , ![]() |
| Umbenennung: | ||||
| | | ![]() | |


Ist
hermitesch, so gilt
, 

,
.

Sei
Eigenwert,
sei Eigenvektor, also gelte
. Setze
:


Für
gilt:

Unser Ziel ist
:

Es sei
und
. Ordne
die Funktionen
:
mit
zu. Im Falle
gilt:

|
|
|
besitzt ein Orthonormalsystem von Eigenvektoren
.
![]() | (2.11) |
Ist
positiv definit, also
, dann gilt
. Also sind alle Eigenwerte
. Sind umgekehrt alle
Eigenwerte
, so gilt:

Dann ist
positiv definit.
ist indefinit, wenn
. Es gibt einen positiven
und einen negativen Eigenwert (mit Widerspruch zu vorher).

Im Falle
kann man dies folgendermaßen feststellen:


und

und

und

sind die Eigenwerte von
:


Es ist
und
.

sei positiv definit. ![]() , , , ( Satz 2 für ![]() |
):
):
):
):
Zylinder, Kugel, Ellipsoide usw. können so dargestellt werden. Diese Formen kann man folgendermaßen schreiben:

|
Es sei |
|
Wir betrachten
.
-Ebene:
1. und
2.Winkelhablierenden in Ebene
-Ebene:
Kreise
Bei dieser Figur handelt es sich somit um einen Doppelkegel.
|
Normalformen für |
|
|
,
,
sei Orthonormalsystem von Eigenvektoren von
:
,
,
.

wird der neue Koordinatenursprung.

Durch
wird der Übergang vom Koordinatensystem
,
,
,
zum System
,
,
,
beschrieben.
hat in dem neuen System die
Darstellung
. Die
-Achsen sind die Hauptachsen der
Quadrik.

![]() | (2.12) |
Außerdem gilt:

Damit können wir also schreiben:

Wir schreiben
, wobei
ein Orthonormalsystem von
Eigenvektoren
,
,
sei. Es gibt
verschiedene Fälle,
je nachdem ob
regulär oder singulär ist. Gilt rang
für
, dann
sind
Eigenvektoren Null.

Wir behandeln den Fall
:

Wir lesen direkt ab:

Jetzt können wir die Eigenwerte von
berechnen:

Damit folgt dann:



Die Matrix ist regulär. Es existiert somit ein Mittelpunkt der Fläche. Für die
Eigenvektoren zu
und
ergibt sich:
:

Daraus ergibt sich:

:

Damit erhalten wir als Drehmatrix:

Außerdem gilt:


Damit resultiert schließlich für die Normalform der Quadrik:


Es handelt sich um eine Hyperbel. Wir haben also folgende Transformation verwendet:





Wir betrachten folgende Quadrik:

Auch hier können wir
,
und
direkt ablesen:

Wir berechnen nun die Eigenwerte der Matrix
:


Hieraus ergibt sich dann folgende Drehmatrix:

Mit der Transformation
, also
und anschließend
bringen wir
die Quadrik auf Normalform. Zuerst führen wir also neue Koordinaten ein
über:

Die Matrix
ist singulär, kann somit nicht invertiert werden. Dann ergibt sich
durch Einsetzen der neuen Koordinaten und mittels anschließender quadratischen
Ergänzung:



Nun führen wir noch eine Verschiebung des Koordinatensystems durch:

Damit ergibt sich also schlußendlich folgende Normalform:

Es handelt sich also um eine Parabel.