3.5 Auswahlregeln

|----- integral ---------|
|mfi =   Y*f^mYidt |
-----------------|

Auswahlregeln beschreiben die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit Materie

Beispiel:

Die Moleküle HCl, H2O und NH3 besitzen ein Rotationsspektrum, während aber N2 und CH4 kein Rotationsspektrum haben.

Anmerkung:

Man kann zeigen, daß A21 ~|m|2 und B12 = B21 ~|m|2 gilt.

3.5.1 Rotationsenergie von Molekülen

Für ein beliebiges Objekt ist die Rotationsenergie klassisch wie folgt gegeben:

      L2x-  -L2y   L2z-
Erot = 2Ix + 2Iy + 2Iz

Lx, Ly, Lz sind die Komponenten des Drehimpulses und Ix, Iy, Iz die jeweiligen Trägheitsmomente (senkrecht zueinander). Wir teilen die Moleküle in 4 Gruppen ein:

Zu diesen 4 Gruppen formulieren wir die Rotationsenergie:

3.5.2 Zentrifugaldehnung oder der nichtstarre Rotator

Durch Lösung der Schrödinger-Gleichung erhält man

                                   4B2
EJ = BJ(J + 1)- DJ2(J + 1)2 mit D =--2-
                                    ~n

D ist die Zentrifugalverzerrungskonstante mit der Einheit 1-
cm.

3.5.3 Linienintensitäten

Die BOLTZMANN-Verteilung dient zur Beschreibung der Besetzungsdichte der einzelnen Niveaus:

NJ                   (   EJ )               (  BJ(J + 1))
N0- =   (2J-+-1)  .exp  -kBT-  = (2J + 1).exp - --kBT----
        Entartung
      siehe Kapitel 5.3

PIC

3.5.4 Rotations-Raman-Spektroskopie

Die allgemeine Auswahlregel ist durch die anisotrope Polarisierbarkeit mrel = a . E gegeben. Anisotropie bedeutet, daß die Polarisierbarkeit von der Richtung des Feldes relativ zum Molekül abhängt. CH3 und SF6 sind jedoch weder mikrowellen-, noch Rotations-Raman-aktiv (sphärische Kreisel). Die spezielle Auswahlregeln sind DJ = ±2, DJ = 0. Dies ist jedoch trivial; es findet keine Energieänderung statt, sondern man beobachtet nur Rayleigh-Streuung.

PIC